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Wildblumen für Töpfe und Gefäße: Der wunderschöne Fingerhut wächst in der freien Natur aber auch im Garten

Nehmen wir einmal an, Sie sind ein Mensch, dem Flora und Fauna nicht gleichgültig sind. Und gehen wir einmal davon aus, dass Sie sich über Pfingstnelken im Magerrasen genauso freuen wie über die Zwergglockenblume! Dann sind Sie in der Rubrik Wildblumen für Töpfe und Gefäße goldrichtig. Nehmen wir weiterhin an, Sie wären Wildpflanzenfan und es ist für Sie ein großes Vergnügen in der Erde zu wühlen. Sie lieben es die Natur zu erleben in der Sie Pflanzen entdecken die nicht überzüchtet sind sondern ihre natürliche Anmut besitzen. Gehen wir einmal davon aus, Sie sind Eltern und möchten auch Ihren Kindern etwas natürliches mit auf den Weg geben. Ihren Kindern vielleicht einen Schmetterling auf einer Blume zeigen oder eine Biene wie sie gerade Nektar sucht. Kurzum es gibt sehr viele Gründe Wildpflanzen auf Ihrer Terrasse, dem Balkon oder im Garten zu pflanzen. Wir werden zwar damit nicht die Welt verändern und auch nicht das letzte Bienlein dieser Welt retten. Nein, aber wir verändern uns mit einem Wildpflanzenbalkon! Baumschule Horstmann - Pflanzen in großer Auswahl

 

Das herrlich gelbleuchtende Scharbockskraut blüht im März April

Das herrlich leuchtende Scharbockskraut kann man oft unter Bäumen sehen!

Das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) ist ein sehr schöner Frühblüher und zählt zu den Hahnenfußgewächsen. Sehr oft ist das Scharbockskraut unter Laubgehölzen zu sehen. Das Scharbockskraut überzieht oft große Flächen mit seinen schönen gelbleuchtenden Blüten und dem herrlich sattgrünen Blättern. Scharbockskraut sieht man oft mit seinen verwanden, den Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Die Blüten dieser Schönheit öffnen sich immer erst im Laufe des Tages und auch nur bei Sonne. Das Scharbockskraut trägt glattrandig, herzförmige Blätter, die sehr intensiv gefärbt sind und meistens speckig glänzen. Die Blüten sitzen sehr dicht über dem Boden an recht kurzen Stielen. Scharbockskraut verbreitet sich über die Bildung von Ablegern, denn nur in seltenen Fällen bildet das Scharbockskraut Samen. Es bildet einen schönen dichten Teppich und ist sowohl in Wäldern zu finden als auch in Gebüschlandschaften und Wiesen. Hätten Sie es gewusst? Früher wurde diese Pflanze wegen des sehr hohen Vitamin-C Gehaltes verzehrt.  Die Gesamthöhe der Pflanze beträgt circa 15 Zentimeter.


Verschiedene Farne geben unserem Garten einen leichten Waldcharakter

Verschiedene Farne in einem Topf zusammengestellt geben dem Garten Waldatmosphäre Farne, deren Ansprüche an Boden und Licht nicht sehr hoch sind, schaffen eine geheimnisvolle Atmosphäre und unterstreichen den Waldcharakter unseres Gartens. Übrigens passen Farne sehr gut zu Rhododendren. Viele Arten von Farnen sind sogar immergrün wie zum Beispiel der Rippenfarn 'Blechnum-spicant' oder wintergrün wie die Schildfarne 'Polystichum' und sehen rund ums Jahr gut aus. Der Pfauenradfarn 'Adiantum pedatum' hat eine sehr interessante Herbstfärbung und kann mit der Zeit auch größere Flächen bedecken ohne übermäßig zu wuchern. Der Straußfarn 'Matteuccia struthiopteris' ist hingegen nur für größere Flächen geeignet, da er sich sehr stark ausbreiten kann. Eine besonders schöne Laubfärbung zeigt uns der Regenbogenfarn 'Athyrium niponicum-Sorten'. Seine Wedel schimmern die ganze Saison über in einem herrlichen metallischen Bronzeton der im Sonnenlicht klitzert. Außerdem gibt es noch den Königsfarn 'Osmunda regalis' der hit den hellgrünen Wedeln entzückt. Er ist doppelt gefiedert und hat sehr dokorative Sporenwedel. weiterlesen...

 

Ein herrlicher Mix aus verschiedenen Farnen in einem Topf zusammengestellt zeigt unser Foto oben links. Dieser Mix wurde von uns in 2007 gepflanzt. Allerdings hatte er da noch nicht annährend diese Größe. Erst im Jahr 2008 ist er so prächtig gewachsen. Den Farn haben wir als kleinen Büschel von einem Besuch in einem Forsthaus mit nach Hause nehmen dürfen. Wir haben den Farn dann in einen kleinen Topf gepflanzt. Er sah entsetzlich aus und drohte einzugehen. Nach dem wir ihn im Herbst radikal zurückgeschnitten haben, trieb er im Frühjahr plötzlich von allen Seiten aus. Nicht nur ein Farn, nein verschiedene Sorten kamen zum Vorschein. Der Topf wurde natürlich schnell zu klein und wir haben ihn in einen großen Blumenkasten gepflanzt. Er wurde circa 1-3 mal gedüngt und regelmäßig gegossen. Im Herbst sollte auf jeden Fall ein ordentlicher Rückschnitt stattfinden, damit die Wildpflanzen im Frühjahr wieder neu austreiben können. Unser Tipp: Stellen Sie den Topf zum Überwintern an ein geschütztes Plätzchen und verpacken ihn etwas damit er frostgeschützt ist. Im Topf kann die Erde stark einfrieren und das kann Ihren Wildtopf kaputt machen.

 

Was gibt es nicht alles für Möglichkeiten für Wildpflanzen in Töpfen? Es ist möglich, eine Bepflanzung von Wildpflanzen ausschließlich mit Arten nur einer Gruppe zu machen. Beispielsweise sollten Sie dann nur Wildstauden, Gräser oder Kleingehölze einsetzen. Aber es bietet sich eher an, verschiedene Gruppen miteinander zu kombinieren. So passen in ein großes Gefäß nicht nur Wildstauden sondern auch Farne und Gräser. Diese Pflanzen fügen sich dann zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Farne gehören zu den Weltmeistern im Bau filigraner Blattkunstwerke. Die Faszination eines Farnes beginnt schon mit dem schönen Ausrollen der Wedel. Diese Wedel sind in den Knospen bereits fertig angelegt. Oft entfalten sich die herrlichen, langen, frischgrünen Blätter in nur wenigen Tagen. Fast kann man dabei zusehen. Hier geht`s zu schönen Gärten

 

Glockenblumen im Naturgarten

Unser Pflanzvorschlag, ein Naturgarten nach Glockenblumenart:

Diese herrlichen Naturglockenblumen sind sehr zahrt und fein. Sie schwingen mit dem Wind im Einklang mit der Natur. Die Zwergglockenblumen sind herrlich anzuschauen und sind einfach eine Vollkommenheit. Die Zwergglockenblumen sind niedrigwüchsige rosettenbildende Stauden und werden oft nicht größer als 14 cm. Im Hochsommer erfreut uns die Zwergglockenblume mit ihren üppigen meist malvenblauen Blüten. Selbst in höheren Lagen - wie in den Bergen - kann man diese herrliche Glockenblumenart finden, die trotz ihrer Zahrtheit selbst den widrigsten Witterungsverhältnissen trotzt. Obwohl sie so zahrt ist, ist die Glockenblume sehr robust. In Ihrem Garten bevorzugt die Zwergklockenblume feuchte, kalkhaltige und steinige Substrate. Gerne genießt die Glockenblume einen Standort zwischen Mauern und Steinen. Sollten Sie zum Beispiel einen steinigen Hang haben, wäre die Glockenblume dafür hervorragend geeignet. Die Zwergglockenblume breitet sich mit ihren kriechenden Trieben aus. Sie können ab und einige Büschel ausreisen, damit die Zwergglockenblume nicht so sehr wuchert. Übrigens ist diese Art auch für einen Topf geeignet. Unser Tipp: Die Zwergglockenblume bevorzugt ein eher schattiges Plätzchen, denn den ganzen Tag pralle Sonne kann die Glockenblume nicht so gut verkraften. Achten Sie darauf, dass die Erde nicht vollkommen austrocknet.

Skulptur aus verschiedenen Töpfen mit Wildblumen

 

Unser Pflanztipp: Die Glockenblume ist eine der schönsten, blütenreichsten, pflegeleichtesten und anspruchslosesten Bodendeckerstauden überhaupt. Die verschiedenen Blautöne und Violettöne wirken in Kombination mit anderen Pflanzen zum Beispiel aus Pastelltönen sehr verspielt und romantisch. An einem sonnigen Standort mit durchlässigem Boden entfaltet die Glockenblume ihre volle Blüte. Sie blüht den ganzgen Sommer über sehr üppig.

 

 

Skulptur aus verschiedenen Töpfen mit Wildblumen:

Ist sie nicht herrlich anzuschauen, diese Skulptur aus verschiedenen Töpfen. Wir hatten Glück und sahen bei unserer Wanderung dieses Wahrzeichen am Wegesrand und konnten es somit für Sie fotografieren. Einfach ist sie nachzubauen. Verschieden große Töpfe entsprechend auf einander gesetzt. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Töpfe richtig fest miteinander verbunden werden. Wir nehmen an, dass eine feste Verankerung in der Erde vorhanden ist, die mit einer langen Stange verbunden ist. Wenn Sie dann Löcher in die Töpfe machen und diese über die Eisenstange stülpen, können die Töpfe nicht mehr umfallen. Immerhin sollte die Skulptur auch vor Sturm und starkem Regen sicher sein. Vielleicht sollte man mit einer kleineren Skulptur anfangen. Wir wollten Ihnen dieses herrliche Kunstwerk nicht vorenthalten. Im untersten Topf hat sich eine Färberkamille angesiedelt, die sich sehr schön ausgebreitet hat.

 

Wildpflanzen oder Wildblumen sind nicht nur in unseren Augen Besonderheiten:

Viele einheimische Wildpflanzen möchte ja jeder gerne mit ihrem Namen kennen. Ganz gleich, ob man sich nun über die Wildblumen als Unkraut im Garten ärgert oder ob man die Wildpflanzen als auffällig schöne häufige Wildblumen am Wegesrand bewundert. Den Namen einer Blume zu kennen ist immer schön.

Viele heimische Wildpflanzen eignen sich übrigens hervorragend als Gartenpflanzen, und sie sind nicht nur besonders pflegeleicht, sondern wirken inzwischen auch wesentlich edler als viele Zuchtsorten und Exoten aus der Massenproduktion. Denn die Massenwaren, die man heutzutage an jeder Ecke sieht und die ökologisch den Wert von Plastikpflanzen haben, möchte nicht jeder in seinem Garten sehen. Daher unser Tipp: Kaufen Sie Pflanzen immer im Fachhandel. Besuchen Sie dazu gerne unseren Online-Partner-Shop. Fotos: Ursula Thome

 

Hier gehts direkt zu den einzelnen Beiträgen in der Rubrik Wildblumen:

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Großblütiger Fingerhut „Digitalis purpurea“ nicht nur als Wildblume.....weiterlesen

Eine üppige Rosenblüte bringt Ihnen eine Hecke aus Wildrosen......weiterlesen

Aktualisiert ( Mittwoch, den 09. April 2014 um 08:04 Uhr )